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"Ja, komm näher kleiner Mann. Keine Angst, ich habe mir die Zähne vorgestern geputzt.", kichert das alte runzlige Männlein unbekannter Herkunft vor sich hin. "Ich möchte dir was erzählen, kleiner Mann. Und nun spitz deine Lauscher, denn diese Geschichten wurden zu meiner Jugend, als ich noch eine Zigarette aus der Packung nehmen konnte ohne gleich einen Handgelenkbruch riskieren zu müssen, von Mund zu Mund weitergegeben. Nun sollst auch du sie aus meinem Mund erfahren. Nimm sie raus." Das alte runzlige Männlein unbekannter Herkunft reisst seinen Mund auf und wartet anscheinend darauf, dass etwas passiert. "Oh Mann, bist du lahm. Das Röllchen in meinem Mund, nimm es raus!" Und während deine Hand sich in ungeahnte Missachtungen der Mundpflege vortastet, fängt das Männlein über die Jugend und deinesgleichen an zu fluchen. Nicht wirklich verständlich, denn es hat ja gerade deine tastende Hand im Mund, ein Geruch nach schön gehegtem Komposthaufen schiesst dir trotzdem entgegen. Als du das leicht angedaute Röllchen aufmachst und anfängst zu lesen, stellt sich dir DIE wichtige Frage: "Verdammt noch mal, wo ist hier das Klo; ich muss ko..." Und: "Gibt es hier Tee?" Viel Spass beim Lesen!
- Two Headed Monkey
- Ohne Titel
- Harndrang
- Funeral
- Dr Kreislauf vo Lebe und Tod und em Geld
- Apokalypse am Strand (Ehre dem Chrüsch und dem Kern!)
- Nur ein Störfall - Die Ballade vom kleinen Egon oder
- Treibjagd
Two Headed Monkey
I am a two headed monkey and
one side is speaking to the other side
whispering desires that can never be stilled.
Both sides are weeping and crying, dying
in a totallly consuming society.
What is going on, what has happend?
Well, I am a two headed monkey,
brainless but not voiceless,
not thinking but feelin'.
Got voices in my head,
watching me myself and I.
That's why I am a two headed monkey,
out of control, laughing.
But was is a smile other than a cry?
I'm sailing through the enormous vastness
of the nature of being,
trying to find myself.
But, as you know, a monkey can't sail, so
I am out of order, out of control.
And that's why I wrote this song.
I think you agree with me, when I say:
Two headed monkeys can't sail,
they can do nothing but fail.
So that's what I am, living among humans.
They seem to understand the system,
do they listen?
To the voices, to my voice?
To the commercials, to the millions of billions
who are waiting for rebellion?
Who is responsible for that,
transmuting my mind into a flat,
inhabitable for everyone exept for me.
A thousand different interests
came to claim attention.
Is it now clear how the relation
Between me, myself and I,
the two headed monkey,
is about to work?
I see nothing but dirt
in my soul, everywhere
under every stone.
I'm feeling like a clone,
like others have been formed by the system.
This has to be my tomb!
Two headed monkeys can't sail,
they can do nothing but fail...
Ohne Titel
Ich bin allein,
getrennt durch das Sein.
Verzweifelt, verliebt.
Verklärt.
Und nichts ist mehr wert
als wenn sie mich küsste
und ich wüsse,
dass sie mir vergibt
Die Einsamkeit
ist allein,
getrennt durch das Sein.
Verzeifelt, verliebt.
Verklärt.
Und nichts ist mehr wert
als wenn sie wüsste,
während sie küsste,
wir suchen zu zweit.
Harndrang
(Wenn man 1. sehr früh am Morgen noch Musik macht und 2. aus unerklärlichen Gründen immer wieder aufs Klo muss, dann ja dann entstehen solche Songs...)
Du gehst am Strand zum Zeitvertreib
Da drückt es dich im Unterleib.
Du sitzt allein des Nachts im Bus
Und denkst bei Dir: "Verdammt ich muss."
Du stehst im Regen unverzückt
Während dich die Blase drückt.
Du stehst in der Kantine zum Essen fassen
Da merkst du, du musst Wasser lassen.
Du irrst umher in düsteren Winkeln
Und fragst dich, wo kann ich nur pinkeln.
Du stehts Spalier beim Fahnen hissen
Plötzlich merkst du: ..."ich muss mein Auto waschen."
Funeral
The one who leads
to past and future
thats the evil
who destroys our hearts,
steals our feelings
I don't know where
I am
I don't know where
I've been
I even don't
recognize the
face in the mirror
don't know nothing
exept for one thing:
I have to make
A decision:
now choose
between life, going
on and
the path to my
inner self; or
do I
choose a slow death?
Is this
not all the same?
Doesn't matter
now, 'cause the real
question is:
what makes me breathing
hoping and what
makes me to a
human
being and is
it worth
to fight for it?
Dr Kreislauf vo Lebe und Tod und em Geld
S'Läbe isch d'Schuel
und in dr Schuel liit s'Läbe.
Ine use, aber meh ine wie use.
Wüsse mechanisiert,
I weiss nüm, was in mir drin passiert!
Aber irgendwie spielt das gar kei Rolle.
D'Eltere finde mich e richtig Tolle,
solang ich nur nid z'viel widersprich
in dere ganze verreckte Gschicht.
I has Gfühl i ha alles grafft,
was mini Eltere nid hend gschafft.
Aber trotzdem isches nonig gnueg,
will me mues jo luege, dass me öbbis wird in dere Welt...
Und alli sterbe, läbe, liebe, gäbe mir,
aber am End intressiert uns nur s'Geld!
Mir sitze vor unsere Fersehkischte
luege mit grosse Auge d'Werbig a.
S'gluschtet uns sehr derna
nach dem Läbe wo anderi läbe tüend,
wo Glück verheisst – aber mir sind
scho jetzt viel z'müed!
Hends ganzi Läbe dr Arbet gwidmet!
Hend nid für uns selber glebt sondern für en Traum
ah verreckt!
Und plötzlich realisiere mir: s'Läbe isch schneller
verbi als me denkt.
Und wie schtohsch jetzt do?
Mit nüt als leere Händ.
Jo das isch dr Kreislauf vo Läbe und Tod und em Geld.
Das isch dr Kreislauf für d'Lüüt wo immer no meh wend, gend!
Alli liebe, sterbe, lebe, gäbe mir,
aber am End intressiert uns nur s'Geld!
Ufs Funktioniere – do druf chunts a.
Individualisierig – jede träumt dervo.
Alli wend ha und ha und no meh ha,
doch denkt niemerds do dra,
dass wenn alli uf die gliichi Art
sich vo de anderne profiliere wend,
me voll in dr Mengi drin isch,
wie en taubstumm verblödete Fisch
me nid mitdenkt – sis Hirni verrenkt
will me jo eigentlich sin eigene Weg brucht,
automatisch nach Alternative suecht...
Aber am End... landet me widr bim Geld.
Und alli sterbe, läbe, liebe, gebe mir,
aber am End intressiert uns nur s'Geld.
Apokalypse am Strand (Ehre dem Chrüsch und dem Kern!)
Ich steh allein auf Sand
am Strand am weiten Meer.
Träume dich zu mir her
weil ich gern bei dir wär.
Der Nebel langt mit seinen kalten Fingern
in meine Brust hinein,
die nun so schrecklich, abscheulich
frieren muss.
Zuviel Muschelfleisch ist tödlich;
Federleicht und zart sowieso.
Von Allem verspiesest du ebenso,
mit Blut wirds sogar rötlich.
Und ja: Die Lust wird schnell zu Frust,
wenn man zu viel isst und sich dabei vergisst.
Kein Tier bewegt sich mehr hier
und so langsam dämmerts mir:
Du starbst den wundervollen Fresstod,
meine liebe kleine Kleinod.
Du begingst den wahren Fresstod,
wo ich steh allein auf Sand...
Apokalypse am Strand,
Apokalypse am Strand....
Mit dem Gesicht nach unten liegst du da,
dein Rumpf aufgebläht wie ein fetter Wal.
Eine halbe Muschel hängt zärtlich
zwischen deinen Lippen hervor.
Ich allein am Strand,
schau hinauf aufs weite Meer.
Deine enorme, wabbelige Masse
versperrt mir den Blick auf den schönsten
aller Sonnenuntergänge und das trifft mich sehr...
APOKALYPSE AM STRAND!
APOKAPYPSE AM STRAND!
APOKALYPSE AM STRAND!
(weitermachen bis die Stimme nicht mehr mitmacht)
Ich liebe dich...
Nur ein Störfall - Die Ballade vom kleinen Egon oder
Fische sterben, Bauch nach oben.
Dem Verderben schau ich mit Häme zu.
Ein letztes Zucken geht durch den Rücken
den Schwanz entlang zum Kopf.
Die Kiemen, die bluten. Wir vermuten
das Gift tut dem Fisch nicht gut.
Leuchtend wie Sterne treibt er so gerne,
glänzend den Horizont zu treffen.
Und sanft und leis' entschwebt sein Geist
fernen Ahnen zu...
Der kleine Fisch, nun nicht mehr frisch;
im Filter bleibt er stecken.
-lautmahlerisches Filtersteckenbleibgeräusch-
Schatz, es gibt Fischstäbchen zum Essen!
Die Luft im Wasser wird schnell sehr knapp,
bald schon macht das Aquarium schlapp.
Dem Hamster aber, den ich gern wollte
wäre sowas nie geschehn!
Haustiere sind pädagogisch wertvoll.
Leider findet Mama Hamster nicht so toll.
"Verantwortung lernst du!", hat Papa gesagt.
Für den Fisch nahm ich sie gern wahr.
Fische sterben, Bauch nach oben.
Dem Verderben schau ich mit Häme zu.
Ein letztes Zucken geht durch den Rücken
den Schwanz entlang zum Kopf.
Und sanft und leis' entschwebt sein Geist
fernen Ahnen zu...
Treibjagd
Vor langer Zeit einmal hab ich gelacht,
hab mich umgedreht mit den Menschen
und leicht getanzt.
Mit den Füssen gestampft;
bis ich mit dem Staub entschwebte.
Tief berührt von Klängen, die ich nicht kannte,
hab ich die Hände gedreht. Nur wars
zu spät – mein Herz, es brannte.
Die Dinge
sie zerschellten
wie Wogen, wie Gischt.
Der Leere
Blätter fielen
bis blieb, was nicht ist.
Gefühle sind Farben und Farben die
Welt drehte sich und fiel ins Dunkel.
Als Enge in Funken
sich zur Unendlichkeit erhob.
Das wo die Zeit nicht tobt
verwebt die Stille, als Antwort auf uns selbst,
die Liebe zur Hoffnung, zum fernen Gesang.
Welcher gibt den Dingen den Klang.